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Druckerhöhungsanlagen

Eine Druckerhöhungsanlage (DEA) ist Teil eines Wasserverteilungssystems innerhalb eines Gebäudes. Sie erhöht den notwendigen Versorgungsdruck des Wasserwerks, zum Beispiel in Hochhäusern, damit die gesetzlich vorgeschriebenen Wandhydranten ausreichend mit Wasser versorgt sind. Druckerhöhungsanlagen müssen vom jeweiligen Wasserversorgungsunternehmen genehmigt werden.

Druckanlage

Baurechtliches Erfordernis

Die Wahrnehmung des Brandschutzes und die damit einhergehende Löschwasserversorgung ist Aufgabe der Gemeinde. Die Gemeinde sorgt entweder als Wasserversorger selbst oder durch entsprechende Vertragslage mittels eines Wasserversorgungsunternehmens (WVU) für eine ausreichende Löschwasserversorgung im Rahmen des Grundschutzes. Diese Löschwasserbereitstellung erfolgt in der Regel über die vorhandenen Trinkwasserversorgungswege. Für spezielle Objekte mit erhöhtem Löschwasserbedarf oder besonderen Druckbedingungen sind gesonderte Vereinbarungen zu treffen.

Besondere Anforderungen an Druckerhöhungsanlagen

Anwendungsbeispiel

Am letzten Schlauchanschlussventil einer Wandhydranten Anlage kommt der geforderte Löschwasserfluss von 100 l/min nicht mit einem Fließdruck von 3 bar an.

Bei einer Wandhydranten Anlage des Typs „nass/trocken“ lässt sich die Füllung der Hydranten Leitungen nicht innerhalb der geforderten 60-Sekunden-Frist erzielen.

Die hygienischen Randbedingungen erfordern eine Wasserentnahme für das Wandhydranten Netz aus einem Vorratsbehälter, das heißt es muss grundsätzlich bei Inbetriebnahme eines Wandhydranten ein ausreichender Wasserdruck aufgebaut werden.

Es ist vor dem Einbau einer Druckerhöhungsanlage zu prüfen, ob sie für das gesamte Objekt benötigt wird oder ob nur die Schaffung einzelner Druckzonen ausreichend ist.

Allgemeines

Beim Einbau von Druckerhöhungsanlagen ist die DIN 1988 (technische Regeln für Trinkwasser-Installationen), insbesondere der Teil 6 (Feuerlösch- und Brandschutzanlagen), zu beachten. Die ständige Betriebssicherheit der Wasserversorgung muss gewährleistet sein. Jegliche Störung der öffentlichen Wasserversorgung und der Beeinflussung anderer Verbraucheranlagen muss ausgeschlossen sein. Dies trifft insbesondere auf die Einhaltung der Hygienebedingungen innerhalb des Wasserversorgungsnetzes und die Vermeidung von Druckstößen im System zu.

Gesetzesvorgaben

Länderspezifische baurechtliche Anforderungen an Druckerhöhungsanlagen